, Astrid Hochwald

Vorhaben 51: Telefonat zum Stand des Genehmigungsverfahrens

BLK: Telefonat mit dem Ansprechpartner für Netzausbau von 50 Hertz

In einem Telefonat mit einem Ansprechpartner für Netzausbauprojekte von 50 Hertz fragten wir nach dem Stand des Genehmigungsverfahren sowie möglicher Alternativen zur Trassenführung, hier das Protokoll des Telefonats:

  1. Stufe Genehmigungsverfahren:
    In dem jetzt in der 1. Stufe vorgeprüft wird, welche Korridore in Frage kommen (Kriterien und Methodik sind umfangreich in der Broschüre nachzulesen, er schickt mir 10 Exemplare zu). Dazu gab es im August 2023 im Rahmen der Beteiligung Antragskonferenzen in den Regionen. Dort konnten Fragen gestellt werden, die Pläne überprüft werden, etc.! Danach prüft und bearbeitet Vorhaben 51 nun die Bedenken und Eingaben der Beteiligungsverfahren. Danach gibt es noch ein Beteiligungsverfahren. Dann prüft die Genehmigungsbehörde Bundesnetzagentur bis ca. 2026, es wird gesichtet und veröffentlicht.

  2. Stufe Genehmigungsverfahren:
    Die Bundesnetzagentur entscheidet die Lage der Strommasten, etwa 2026
    o Nach ausgiebiger Auswertung der Vor- und Nachteile
    o Es sind inhaltliche Kriterien nach harten Kriterien
    o Es geht um eine möglichst gradlinige Trasse im Rahmen der Kriterien (dann sind weniger Beteiligte betroffen) und nicht hauptsächlich um finanzielle Kosten.

Frage nach möglicher Erdverkabelung:

  • Die Bundesnetzagentur hat gesetzlich nur Freileitungen bewilligt – das ist der Standard. Das Bundesbedarfsprojekt hat in Ost-Stormarn ein 3-4 km langes Pilotprojekt für Erdkabel bewilligt, indem erprobt werden soll, wie stabil der Strom läuft (Leistungsverluste), wie die Wartung funktioniert, etc.
  • Weltweit wird Erdverkabelung in den Offshore Windparks unter Wasser oder über gradlinige, sehr lange Kilometerstrecken im Gleichstrom geleitet. Muss dann aber über Konverter in Wechselstrom transformiert werden. Der Wechselstrom wird als Standard weltweit dann inFreileitungen transportiert.
  • Exkurs: die Idee von H.-H. Stamer, BUND, in Erdkabeln die Abwärme für Fernwärmenetzte zu nutzen, ist technisch noch unerforscht, es gibt keine Beispiele.

Das Telefonat führte für die BLK: Astrid Hochwald